Trittenheim. „Apotheke“ und „Altärchen“ lauten die Namen, die Trittenheim weit
über alle Grenzen hinaus berühmt gemacht haben. Rieslingweine aus diesen
exklusiven Lagen führen schon fast regelmäßig die Ranglisten nationaler und
internationaler Prämiierungen an. Daher treffen die Worte des heimischen
Schriftstellers Stefan Andres „Wein trinken ist wie beten, und am liebsten bete
ich an der Mosel“ für Trittenheim ganz besonders zu. Sie fordern dazu auf, die
vielen Weinstuben aufzusuchen und die himmlischen Tropfen zu probieren! Ob auf
Festen oder in der Gastronomie, in Keller und Küche schließen heimische
Spitzenweine und regionale Spezialitäten eine genussreiche Allianz.
Aber nicht nur den Wein empfinden die Trittenheimer und ihre Gäste als Geschenk
des Himmels. Die wunderschöne Moselschleife, an deren inneren Ufer sich der Ort
schmiegt, beschert einmalige Ausflugs- und Wandermöglichkeiten. Viele Winzer
führen mit ihren Hausgästen gemeinsame Wanderungen durch und präsentieren stolz
die Heimat. Gerne vermittelt aber auch die örtliche Tourist-Information eine
Wanderbegleitung. Vielleicht geht es dann zur Dhrontalsperre, die sich in einem
Seitental jenseits der steilen Moselweinberge verbirgt. Auch der „Römersteig“
mit seinen phantastischen Panoramen ist eine Wanderattraktion. Sehenswert sind
außerdem zahlreiche Bildstöcke, ein Renaissance-Taufstein in der Pfarrkirche
St. Clemens, der Weinlehrpfad zur 1583 erbauten St. Laurentiuskapelle, ein
uralter Menhir sowie die einzig in Trittenheim an beiden Ufern der Mosel
erhaltenen Fährtürme.
Neben dem bekannten Nachkriegsautoren Stefan Andres (1906 -1970) stammt eine
weitere berühmte Persönlichkeit aus Trittenheim: der mittelalterliche Humanist,
Mönch, Abt und bewunderte Gelehrte Johannes Trithemius (1462-1516). Mit seinem
Nachschlagewerk über die „kirchlichen Schriftsteller“ und dem „Katalog der
berühmten Deutschen“ schuf er die ersten Bibliografien überhaupt.